PERISKOPAudiomagazin
Ausgabe 130
InterviewPERISKOP Nr. 130 · 15. August 2026

„Genau hinschauen ist eine Haltung“

Christine Klimaschka und Ulrike Swoboda über Sichtbarkeit, Selbstermächtigung – und warum Hinschauen in beiden Welten dasselbe meint

Von Birgit Bernhard

Bald verfügbar

Die Audiofassung dieses Beitrags wird in Kürze ergänzt.

Christine Klimaschka, Produzentin der Kulturinitiative RISE! – SEE THE SIGNS, will dem Thema Gewalt an Frauen mehr Sichtbarkeit geben. Zu den Unterstützerinnen der Initiative zählt Ulrike Swoboda, Geschäftsführerin von URSAPHARM Österreich. Ein Gespräch über Sichtbarkeit als Voraussetzung für Veränderung, über Selbstermächtigung und darüber, warum Hinschauen in beiden Welten dasselbe meint.

Worum es geht

  • Den Anstoß gab der Weltfrauentag 2025: Beim vom Verein MADITA initiierten Abend im Gartenbaukino sangen 700 Frauen. RISE! holte das Thema ein Jahr später mit mehr als 2.000 Frauen in die Staatsoper und versteht sich seither als eine Art Booster – denn nur was sichtbar ist, wird diskutiert, und nur was diskutiert wird, hat eine Chance auf Veränderung.
  • Die zweite Edition SEE THE SIGNS liegt in den 16 Tagen zwischen dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November und dem Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember, in Kooperation mit den UN Women Austria, die die Kampagne „Orange the World“ seit zwölf Jahren in Österreich tragen. Laut Weltgesundheitsorganisation ist weltweit jede dritte Frau im Lauf ihres Lebens von Gewalt betroffen.
  • Das Programm: am 25. November das RISE! Future Lab SHE IMAGINES (nicht öffentlich), von 27. November bis 6. Dezember die erste HEADSHOT-Ausstellung im Wiener Künstlerhaus bei freiem Eintritt, am 28. November ORANGE THE NIGHT im Festsaal der Wiener Hofburg mit über 1.000 Gästen. Am 8. März 2027 folgt RISE! – Women’s Voices for Change.
  • Medizinisches Personal ist häufig eine Stelle, an der jemand aufmerksam werden könnte – erkannt werden die Zeichen bei Frauen und Kindern aber zu selten. Psychische Gewalt ist von außen gar nicht sichtbar, Gewalt im digitalen Raum nimmt stark zu.
  • Zwei Ergebnisse der Delphi-Studie der WHU – Otto Beisheim School of Management, für die 57 Fachleute befragt wurden, sind für Swoboda besonders relevant: Mit 59-prozentiger Wahrscheinlichkeit werden bis 2035 rund 60 Prozent der unter 30-Jährigen in Europa kurzsichtig sein, und bereits heute leidet mehr als die Hälfte der europäischen Bevölkerung unter trockenen Augen – begünstigt durch Klimaanlagen, Heizung und intensive Bildschirmarbeit.
  • Klimaschka: Frauen brauchen Unterstützung in Sachen Selbstbestimmung, nicht in Sachen Selbstoptimierung. Swoboda: Eine eigenständige ICD-10-Codierung des Computer Vision Syndromes wäre aus ihrer Sicht ein wichtiger Schritt, um digitale Augenbelastung im Gesundheitssystem sichtbar zu machen.

Im Gespräch

  • CKChristine KlimaschkaProduzentin der Kulturinitiative RISE! – SEE THE SIGNS
  • USUlrike SwobodaGeschäftsführerin von URSAPHARM Österreich

Themen

  • Gewalt an Frauen
  • Früherkennung
  • Augengesundheit
  • Prävention

Hintergrund: PERISKOP-Gespräch.

Diese Audioversion gibt ausgewählte Inhalte des Beitrags wieder. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe von PERISKOP.