Impfen zahlt sich aus: Prävention mit volkswirtschaftlichem Mehrwert
Budget-Impact-Analyse zum Österreichischen Impfprogramm und zwei Expertengesprächsrunden
Von Katharina Irwitzer
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Österreich verfügt über wirksame Impfangebote – doch zwischen grundsätzlicher Zustimmung und tatsächlicher Inanspruchnahme bleibt eine deutliche Lücke. Eine aktuelle Analyse und die daran anschließende Expertendiskussion zeigen, wo die größten Hebel liegen: bei leichteren Zugängen, verständlicher Information, verlässlichen Daten und einer Präventionspolitik, die ihren langfristigen Wert konsequent mitdenkt.
Worum es geht
- Über fünf Jahre (2026 bis 2030) können durch Impfungen gegen Pneumokokken, HPV, Influenza und Herpes Zoster rund 1,06 Milliarden Euro eingespart werden – 485 Millionen an direkten, 574 Millionen an indirekten Kosten.
- Rund 643.000 Krankheitsfälle, etwa 3.600 Todesfälle und knapp zwei Millionen Krankenstandstage ließen sich im selben Zeitraum vermeiden.
- 79 Prozent der Befragten stehen Impfungen positiv gegenüber – die Durchimpfungsraten bleiben deutlich dahinter zurück, bei Influenza wurde im Modell mit rund 13 Prozent gerechnet.
- Niederschwelligkeit heißt weniger Schritte bis zur Impfung: Apotheken, Betriebe und Schulen wurden als zusätzliche Zugangswege diskutiert, ohne bestehende Leistungen zu verlagern.
- Der E-Impfpass gilt als zentrale Infrastruktur moderner Präventionspolitik – ohne vollständige Dokumentation fehlt dem System ein Teil seiner Datengrundlage.
Im Gespräch
- SHSigrid HaslingerPräsidentin des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller (ÖVIH)
- HPHeimo Pernt
- AKAndreas Krauter
- SBSusanne Ergott-Badawi
- RDRenée Gallo-Daniel
- AHAngelika Hais
- BRBernhard Rupp
- GKGerhard Kobinger
- THThomas Holzgruber
- ABAlexander Biach
- SRSabine Röhrenbacher
- GGGabriele Graf
- CHChristoph Heiserer
Themen
- Impfen
- Prävention
- Gesundheitsökonomie
- E-Impfpass
Hintergrund: Budget-Impact-Analyse zum Österreichischen Impfprogramm (ÖIP) und zwei Gesprächsrunden mit Expertinnen und Experten; Bevölkerungsbefragung des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller (ÖVIH), 2026.
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