PERISKOPAudiomagazin
Ausgabe 130
InterviewPERISKOP Nr. 130 · 15. August 2026

Was die Tagesmedizin für unsere Spitäler und deren Beschäftigte bedeutet

Edgar Martin über Tagesmedizin als Strukturfrage – für Patientinnen, Patienten und Beschäftigte

Von Karl Innauer

Bald verfügbar

Die Audiofassung dieses Beitrags wird in Kürze ergänzt.

Tagesmedizin gilt als vielversprechende künftige Organisationsform im Krankenhaus. Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II der Gewerkschaft younion, sieht darin große Chancen, aber auch Herausforderungen für unsere Spitäler und deren Beschäftigte. Es geht nicht nur um medizinischen Fortschritt und darum, welche Leistungen noch eine stationäre Nächtigung verlangen, sondern auch um die Frage, welche strukturellen, organisatorischen und personellen Änderungen in den Spitälern notwendig sind.

Worum es geht

  • Tagesmedizin ist keine Verkürzung stationärer Aufenthalte, sondern eine andere Versorgungslogik – sie verlangt eigene tagesmedizinische Einheiten statt Umwidmung bestehender Bettenstrukturen.
  • In der Spitalsplanung reicht Denken in Bettenzahlen nicht mehr: Spitalsbett, Übergangsbett und Pflegebett hängen jeweils anders mit Personalbedarf und Vorhaltekosten zusammen.
  • Ohne verlässliches Entlassungsmanagement und klare Sicherheitslogik trägt das Modell nicht – Sicherheit und kürzere Aufenthalte dürfen kein Gegensatz sein.
  • Für Beschäftigte kann Tagesmedizin planbare Tagesstrukturen schaffen und Erfahrung im Beruf halten – wer aus Nacht- und Feiertagsdiensten wechselt, verliert aber Zuschläge und braucht einen Ausgleich.
  • Weder für Patientinnen und Patienten noch für Beschäftigte darf Tagesmedizin eine Pflichtvorgabe sein; sie darf auch kein Vorwand für Reduktion und Kürzungen werden.

Im Gespräch

  • EMEdgar MartinVorsitzender der Hauptgruppe II der Gewerkschaft younion, Personalvertretung im Wiener Gesundheitsverbund

Themen

  • Tagesmedizin
  • Spitäler
  • Personal
  • Versorgung

Hintergrund: PERISKOP-Interview.

Diese Audioversion gibt ausgewählte Inhalte des Beitrags wieder. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe von PERISKOP.